Idee

Die ParkinSongs – mittlerweile über 40 Lied-Gedichte – sind als Ausgangspunkt für die ParkinSong-Revue entstanden. Aus der Verknüpfung des eigenen Umgangs mit der Krankheit – als „Feind“ und als „Freund“ – und einer künstlerischen Stilisierung entwickelte sich die Idee, „Parkinson“ zu personifizieren, ihn anzusprechen, um ihn schließlich in einen Dialog mit dem erkrankten Künstler zu zwingen.

„Mister Parkinson wechselt dabei permanent seine Gestalt zwischen meinem Alter Ego, meinem Gegenspieler, dem Begleiter über den Grenzfluss zum Hades bis hin zu meinem Contretänzer im Tango mortale; Parky Parks erscheint mir als mein Gegner in den Schatten-Boxen-Kämpfen und als mein unsichtbarer Freund Harvey, der weiße Hase, – für meine Mitmenschen unsichtbar. Mit den Gedichten, die später Raps, Blues und Songs werden, gelingt es mir, dem unsichtbaren Verlauf der Krankheit eine sichtbare und emotionale Gestalt zu geben.“ (Zitat: Thomas Hertel)

Hey Mister Parkinson – ParkinSong 1 (Auszüge)

Hey Mister Parkinson
ich sing ein Lied für dich
es wird kein richtiger Party-Song
eher eine Ballade für mich
wird es ein Frühlingsreigen?
eine Winterreise mir zu eigen?
ohne lackierte Geigen jedenfalls
auf der Straße zu singen (notfalls)
mit Publikum diesseits des Weltalls.
[…] Ohne dich
wär mein Leben
langweilig
wär mein Streben
allzu eben
allzu alltäglich
bist Geheimnis mir
bist in mir geheim
& ich bin – dir dein Heim